Team
| Von der Inspiration zur Verwirklichung |
| Adina Mornell, Initiatorin des Konzepts Art in Motion, Teamleiterin und Gesamtorganisatorin |
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Nach einer Kindheit in West Los Angeles, geprägt von Kreativität und Kunst, zog Adina Mornell als Teenagerin mit ihrer Familie an die Ostküste. Diese Erfahrung lehrte sie, sich auf Veränderungen einzustellen, und weckte ihre Neugier auf neue Menschen und Kulturen. Bis heute hinterfragt sie den Status quo, genießt Herausforderungen und widmet sich drei Leidenschaften gleichzeitig: der Musik, der Forschung und der Vermittlung von Wissen. Nach ihrem Bachelorstudium am Oberlin College and Conservatory (Ohio) erwarb sie an der Technischen Universität Berlin einen Masterabschluss in Musikwissenschaft mit Nebenfach Psychologie. Nach der Veröffentlichung ihrer Abschlussarbeit über die Psychobiologie von Lampenfieber machte sich Adina auf die Suche nach Antworten. Warum sollten Musikerinnen und Musiker – wie Shakespeares Hamlet – den „Schleudern und Pfeilen des widrigen Geschicks“ ausgesetzt sein? Wie kann es sein, dass der Ablauf von Auftritten trotz stunden-, wochen- und jahrelangen Übens unvorhersehbar bleibt? Während andere auf Aberglauben setzten oder schwiegen, wenn sie zu Auftrittsangst befragt wurden, betrachtete Adina Performances auf der Konzertbühne und fragte sich, was gut funktioniert hatte und was noch verbessert werden konnte. Sie machte sich auf die Suche nach wirksamen und vermittelbaren Vorbereitungsstrategien, die Erfolg nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich machen würden. Bei ihrer breit angelegten Suche stieß sie auf Expertinnen und Experten aus Disziplinen außerhalb der Kunst, die sich ebenfalls mit beruflich bedingtem Stress auseinandersetzten. Viele dieser Fachleute stützten sich auf bewährte Vorbereitungsstrategien, Back-up-Systeme und praktikable Bewältigungsmethoden – doch nichts davon wurde auf die Konzertpraxis übertragen und Musikerinnen und Musikern systematisch vermittelt. Im Bereich der Luftfahrtpsychologie lernte sie eine Philosophie kennen, die das Lernen aus Erfahrung mit einer Haltung verband, bei der Schuldzuweisungen vermieden wurden, während der Fokus konsequent auf Lösungen gerichtet blieb. Dieses Prinzip übertrug sie in ihrer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eingereichten Dissertation The Musician’s Black Box. Analyzing Performance and Decoding Stage Fright Symptoms Using the Methods of Aviation Accident Prevention. Nach der Annahme einer Vollprofessur an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (Österreich) setzte Adina ihre Forschungen fort und verknüpfte dabei das Wissen und die Erfahrungen, die sie als Konzertpianistin, Musikpsychologin und Pädagogin erworben hatte. Dort entwickelte sie 2008 das Konzept für die Symposienreihe Art in Motion – Musical and Athletic Motor Learning and Performance. Auch hier entschied sie sich, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie lud Fachleute und Praktikerinnen und Praktiker aus Musikpsychologie, Musikpädagogik sowie aus anderen Fachgebieten ein, um vor Ort gemeinsame Themen zu diskutieren. Ausgehend von der Überzeugung, dass wir am besten lernen, wenn wir einander zuhören und unsere Gedanken miteinander teilen, fanden weitere Symposien an der Hochschule für Musik und Theater München von 2010 bis 2025 statt. Beim zehnten Art in Motion-Symposium im Jahr 2027 steht das Thema Body of Knowledge im Mittelpunkt. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens dieses Netzwerks interdisziplinär und international tätiger Innovatorinnen und Innovatoren wird es das erste Symposium sein, das in der Kulturraffinerie K714 in Monheim stattfindet. |
| Der Architekt des Monheimer Kulturwunders |
| Martin Witkowski, Intendant Kulturraffinerie K714 |
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| Bettina Bläsing, Wissenschaftliche Beraterin |
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| Sascha Gogl, Projektmanagement |
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Verstehen allein reichte ihm allerdings nie, er wollte ermöglichen. Erfahrungen sammelte er in der Strategieberatung für Kulturinstitutionen und in der Organisation bundesweiter Fortbildungsformate, wo er Konzepte, Budgets und Abläufe zusammendenken lernte. In unterschiedlichen künstlerischen Betriebsbüros verantwortete er Kulturveranstaltungen von der ersten Planung bis zum Applaus und erlebte, wie ein Konzertabend von präzisen Abläufen lebt und wie viel davon am Ende von den Menschen auf und hinter der Bühne getragen wird. Heute steuert er das Vermittlungsprogramm der Opernfestspiele Heidenheim und öffnet Konzert und Theater für Kinder und Jugendliche. Weil ihm die eigene Praxis wichtig ist, absolviert er zusätzlich eine Weiterbildung in Theaterpädagogik (BuT®). Art in Motion begleitet er seit 2021. Dass Wissen im Körper entsteht und sich im gemeinsamen Tun weitergibt, ist für ihn keine Hypothese, sondern die tägliche Erfahrung seiner Arbeit – und genau der Grund, warum er sich auf Body of Knowledge freut. |

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Wenn man über die kulturelle Renaissance von Monheim am Rhein spricht, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Martin Witkowski. Seit September 2018 zieht er als Intendant und Geschäftsführer der Monheimer Kulturwerke die Fäden und hat die Stadt in eine kulturelle Hochburg verwandelt, die weit über die Region hinausstrahlt. Der 1976 in Siegen geborene Witkowski ist kein theoretischer Verwalter, sondern ein kultureller Kreativ-Stratege par excellence.
Bettina Bläsing ist Kognitions- und Bewegungswissenschaftlerin, ihre akademische Laufbahn umfasst die Bereiche Neuro- und verhaltensbiologie, motorische Kognition und Sportpsychologie; außerdem ist sie tanzbegeistert in Theorie und Praxis. Sie studierte in Bielefeld, Münster und Edinburgh und promovierte 2004 in Biologie. 2018 erhielt sie die Venia legendi für Sportwissenschaft an der Universität Bielefeld für ihre Habilitation zum Thema Gedächtnis, Lernen und Expertise im Tanz. Sie hat mehr als 50 wissenschaftliche Artikel und Buchkapitel über Tanz- und Bewegungskognition veröffentlicht und ist Herausgeberin von mehreren Büchern mit neurokognitiven Perspektiven zu Tanz und den darstellenden Künsten; ihre Arbeiten wurden über 2.700 Mal zitiert. Bettina arbeitete als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig, als Responsible Investigator am Exzellenzzentrum für kognitive Interaktionstechnologien (CITEC) in Bielefeld und als Akademische Oberrätin für Rehabilitationswissenschaften an der TU Dortmund. Neben ihrer akademischen Tätigkeit war sie als Tanzpädagogin und Wissenschaftsjournalistin tätig. Seit 2025 arbeitet sie primär im Bereich Öffentliche Bildung, seit 2026 leitet sie die Volkshochschule Bad Salzuflen. Bettina ist bekannt für ihre interdisziplinäre Arbeit, die Wissenschaft und Kunst miteinander verbindet, darunter Interviews und öffentliche Vorträge zu Themen wie kreatives und demokratisches Empowerment durch Bewegung und Tanz.
Sascha Gogl arbeitet für ein Publikum, das Kunst noch nicht gelernt hat, sondern entdeckt – und das zuerst mit dem ganzen Körper tut, nicht mit dem Programmheft. Dieser Zugang spielte für ihn früh eine zentrale Rolle, an unterschiedlichen Musikinstrumenten seit seiner Kindheit, später an einem Musikgymnasium und über Jahre im gemeinsamen Spielen und Singen in Ensembles, Bands, Tanzgruppen, Chören und Orchestern – jener Praxis, in der Verständigung ohne Worte gelingt. Aus ihr wurden Fragen, die ihn in ein Studium der Musikwissenschaft und Philosophie führten und weiter in einen Master des Kultur- und Musikmanagements: Was passiert eigentlich zwischen Üben, Proben, Auftritt und Publikum?